# Amasworld einfach erklärt

## Eine Schule im Computer – keine echten Schülerinnen und Schüler

Amasworld erzeugt erfundene Personen und verteilt sie auf Klassen. Jede Person hat sechs Zahlen: Motivation, Stress, Lernzeit, Konzentration, Organisation und Leistung. Diese Werte sind keine echten Messungen und auch keine Schulnoten.

Das Programm ist keine selbstständig denkende Schul-KI. Es rechnet feste Regeln aus. Zum Beispiel kann eine Prüfungsphase nach den eingebauten Regeln den Stress erhöhen. Das Ergebnis zeigt dann: **So verhält sich unser Modell mit diesen Annahmen.** Es zeigt nicht: **So reagieren echte Menschen sicher.**

## Was ist neu?

Früher stand vor allem der Durchschnitt einer Gruppe im Mittelpunkt. Jetzt lassen sich Klassen, einzelne Personen und ihre gespeicherten Tagesverläufe untersuchen. Tag 0 zeigt die Startwerte. Man kann auch prüfen, wie breit die Werte gestreut sind, statt nur auf eine Zahl für die ganze Schule zu schauen.

## Warum gibt es zwei Verläufe?

Eine Person startet zweimal mit denselben Werten: einmal im Normalfall und einmal im Szenario. Auch die kleinen täglichen Zufallsschwankungen passen zusammen. Dadurch kann man sehen, was das ausgewählte Ereignis innerhalb der Rechenregeln verändert.

Die Differenz ist immer Szenario minus Normalfall. Ein positiver Unterschied ist nicht automatisch gut: Mehr Leistung und mehr Stress sind unterschiedlich zu bewerten.

## Was bedeutet Seed?

Der Seed ist eine Startnummer für eine feste Folge von Zufallszahlen. Gleiche Schulkonfiguration und gleicher Seed erzeugen dieselben Modellpersonen. Der Versuchsseed legt die täglichen Hintergrundschwankungen fest. „Zufällig“ heißt hier also nicht „bei jedem Klick anders“.

## Warum reichen Durchschnittswerte nicht?

Ein Durchschnitt kann gut aussehen, obwohl einzelne Personen schlechtere Werte haben. Deshalb untersuchen wir zusätzlich Klassen, einzelne Profile und die Verteilung. Ein Histogramm zählt, wie viele Personen in einem bestimmten Wertebereich liegen. Es ist keine Landkarte der echten Schule.

## Ein sinnvoller Versuch

1. Erzeuge eine neutrale Modellschule.
2. Wähle dieselbe Person und notiere ihre Startwerte.
3. Berechne eine Prüfungsphase für eine bestimmte Klasse und feste Tage.
4. Vergleiche Normalfall und Szenario am gleichen Tag.
5. Prüfe eine andere Klasse und die Verteilung.
6. Erkläre eine Beobachtung mit einer eingebauten Regel und nenne eine Grenze dieser Regel.

Ändere nicht gleichzeitig Seed, Schulgröße, Ereignis und Startwerte. Sonst ist unklar, welche Änderung den Unterschied verursacht hat. Ein Versuch im Modell ist trotzdem noch kein Beweis über die Wirklichkeit.

## Was du ehrlich sagen kannst

„Das Programm zeigt Folgen selbst festgelegter Regeln. Es hilft, kontrollierte Vergleiche zu verstehen. Die Zahlen sind nicht an echten Schuldaten überprüft.“

Die Texte und der Code wurden mit KI-Unterstützung erstellt. Das ersetzt nicht dein eigenes Verständnis. Du solltest den Ablauf selbst vorführen, eine Regel erklären und sagen können, welche Arbeit du tatsächlich selbst gemacht hast. Persönliche Erfahrungen oder Gefühle darf niemand für dich erfinden. Kläre mit der Lehrperson, wie KI-Nutzung und eigene Beiträge ausgewiesen werden sollen.

## Wie funktionieren die neuen Zusatzregeln?

Bei eingeschalteter Verhaltensregel beeinflusst die Modellleistung des Vortags die nächste Lernzeit. Anpassung kann die direkte Stresswirkung wiederholter Ereignistage abschwächen. Drei Fachzähler zeigen zusätzliche synthetische Entwicklungen, keine echten Fachnoten. Bei eingeschalteten Kontakten kommen gewichtete Nachbarwerte hinzu. Alle Personen lesen dabei denselben abgeschlossenen Vortag – niemand erhält einen Vorteil, weil er zuerst berechnet wird.

Im Kontaktnetz ist jede Verbindung eine erfundene Rechenbeziehung. Die Linien können stärker oder schwächer werden; ihre Rasterposition bedeutet nichts. Man kann einzelne Profile öffnen und die exakten gespeicherten Werte nachlesen. Auch Personen außerhalb einer direkt ausgewählten Klasse können über Kontakte später Unterschiede zeigen. Zum Vergleich ohne diesen Effekt die Peerregeln ausschalten.

Ein Textassistent kann einen Wunsch in bereits vorhandene Ereignisse übersetzen. Der Plan wird erst geprüft, dann ausdrücklich übernommen und erst mit einem weiteren Klick berechnet. Die optionale Online-KI benötigt zusätzlich eine Sitzungszustimmung. Sie schreibt nur Vorschläge oder eine fehleranfällige Lesehilfe und denkt nicht für jede Modellperson. Die eigentliche Rechnung bleibt lokal und funktioniert offline.

## Was fehlt noch bewusst?

Keine empirische Bestätigung, echten Freundschaften, autonomen LLM-Personen, frei von KI erfundenen Gleichungen oder Populationen über 300. Die Anwendung ersetzt weder eigene Erklärung und Reflexion noch eine Prüfung durch Lehrpersonen. Technische Nachweise und echte schulische Erprobung sind verschiedene Dinge.

[Ausführliche Anleitung](teacher-guide.html) · [Modellbeschreibung](model.html) · [Quellen](source-register.md)
