Mehrere Ereignisse: Modell 2.1-events
Zweck und Versionsgrenze
Zusätzlich zum Hauptereignis können bis zu vier weitere Ereignisse geplant werden. Jedes hat eine eigene Stärke (Stufe 0–3; Faktor s = Stufe/2), ein einschließlich geltendes Fenster und eigene Zielklassen. Ohne Klassenauswahl gilt ein Ereignis für die ganze Schule. Die ganze Schule bleibt auf 50–300 Modellpersonen begrenzt.
Das ist ein bewusst einfaches hypothetisches Kombinationsmodell, keine empirisch validierte Wechselwirkungsrechnung. Freundschaften, Peer-Einfluss und Sprachmodelle sind weiterhin nicht implementiert. Es entstehen keine API-Kosten.
Die vollständige frühere 2.0-Gleichung ist unverändert in single-event.js erhalten. Der neue Einzelereignispfad wird gegen deren vollständige individuelle Historien geprüft. Die alten ausgelieferten 2.0-Ordner und ZIP-Dateien werden nicht überschrieben. legacy-engine.js bleibt die unveränderte 1.1-Referenz.
Bedienung
- Im Szenario-Studio das Hauptereignis wie bisher auswählen.
- „Mehrere Ereignisse kombinieren“ aufklappen und „Zusätzliche Ereignisse aktivieren“ auswählen.
- „+ Ereignis hinzufügen“ verwenden. Für jedes Zusatzereignis Art, Stärke, Starttag, Endtag und Zielklassen festlegen. Mit Strg/Cmd mehrere Klassen auswählen; keine Auswahl bedeutet alle Klassen.
- „Vergleich berechnen“ drücken. Geänderte Eingaben sind noch keine geänderten Ergebnisse.
- Im Personenprofil die geplante Exposition je Ereignis und den gespeicherten Normal-/Szenarioverlauf ansehen. Auswertung und Erklärungen verwenden denselben gewählten Tag.
- JSON exportieren, um den vollständigen Plan reproduzierbar weiterzugeben. Beide CSV-Arten enthalten die Zusatzereignisse als JSON in additionalEvents. Druck- und Präsentationsberichte enthalten die gesamte Planung.
„Normaler Schultag“ als Hauptereignis schaltet Zusatzereignisse nicht ab. Auch Stärke 0 des Hauptereignisses schaltet positive Zusatzereignisse nicht ab. Für einen echten Nullvergleich alle Stärken auf 0 setzen oder Zusatzereignisse deaktivieren und das Hauptereignis auf 0 setzen.
Nach einer neuen Schule werden Zusatzereignisse verworfen, damit alte Klassenbezüge nicht weiterwirken. Ein Experimentimport setzt sie aus der validierten Datei wieder ein. Nach einem Neuladen sind gültige Einstellungen gespeichert, Ergebnisse müssen erneut berechnet werden.
Mathematische Komposition
Für Person i und Tag t werden nur die Ereignisse berücksichtigt, deren Zeitfenster t einschließt und deren Klassenauswahl i einschließt. Die direkten Terme derselben acht dokumentierten Szenarioarten werden in kanonischer Reihenfolge aufaddiert:
- Motivation: Hintergrundterm plus Summe der Ereignis-Motivationsterme.
- Stress: Hintergrundterm plus individuelle Stresssensitivität mal Summe der Ereignis-Stressterme.
- Lernzeit: bisherige Motivation-/Stress-Rückkopplung plus Summe der zusätzlichen Lernzeitterme.
- Fokus: bisherige Organisation-/Stress-Rückkopplung minus Summe der Ereignis-Fokusabzüge.
- Leistung: bisheriger Lernzeit-/Fokus-Term plus direkte Leistungsterme; die Prüfungsboni werden ebenfalls addiert.
- Organisation bleibt konstant.
Danach wird der Tageszustand genau einmal aktualisiert. Ein Tag mit drei Ereignissen ist nicht drei simulierte Tage lang. Die bestehenden Begrenzungen gelten unverändert: Lernzeit 0–6 h/Tag; die übrigen Größen 0–100 Modellpunkte. Gegengerichtete Terme können sich aufheben; Rückkopplungen und Begrenzungen können Sättigung erzeugen. Daher ist die Enddifferenz eines kombinierten Versuchs nicht einfach die Summe der Enddifferenzen separater Versuche.
Zufall und Reihenfolge
Jede Person verbraucht weiterhin genau sechs Tagesziehungen in jeder Bedingung, unabhängig von Anzahl, Zielklassen, Stärke und Überlappung der Ereignisse. Der reservierte dritte Wert wird von allen am selben Personentag aktiven Ereignissen gemeinsam verwendet. Es gibt ausdrücklich keine unabhängige Zufallsziehung pro Ereignis. Dieser zusätzliche Zusammenhang ist eine Modellannahme und muss bei der Deutung genannt werden.
Die Ereignisse werden anhand von Art, Stärke, Zeitraum und sortierter Zielklassenmenge kanonisch sortiert. Das Umordnen der Zusatzereignisse ändert keine Ergebnisse. Genau identische Einträge – einschließlich einer identischen Kopie des Hauptereignisses – werden abgewiesen, um unbeabsichtigte Doppelzählung zu vermeiden. Verschiedene Fenster oder Zielklassen derselben Art sind möglich.
Die automatische Planung des Hauptereignisses bleibt unverändert. Zusatzereignisse benötigen ausdrücklich Start und Ende innerhalb der Versuchsdauer. Start und Ende sind eingeschlossen. Tag 0 bleibt in beiden Bedingungen identisch; vor dem ersten für eine Person wirksamen Ereignistag sind deren Verläufe ebenfalls identisch. Unbetroffene Personen bleiben an allen Tagen identisch, weil es keinen Peer-Einfluss gibt.
Dateien und Abwärtskompatibilität
Versuchsformat 2 bleibt bestehen, die Modellversion lautet 2.1-events. settings.events ist eine optionale Liste mit höchstens vier Einträgen. Jeder Eintrag enthält scenarioKey, intensity, eventStart, eventEnd und affectedClassIds. Eine leere Liste wird entfernt. Keine importierten Zustände oder Ergebnislisten werden vertraut.
2.0-school-Dateien ohne Zusatzereignisfeld bleiben importierbar und werden mit numerisch unveränderten Einzelereignisregeln neu berechnet. Dateien mit der alten Versionskennung und einem neuen events-Feld werden abgewiesen. 1.1-controlled-Altimporte bleiben unterstützt. Unbekannte Versionen werden weiterhin abgewiesen.
Prüfnachweise und Grenzen
Die Ereignistests prüfen vollständige Einzelereignis-Regressionen, Überlappung und additive direkte Stressterme, Reihenfolgeunabhängigkeit, sechs Zufallsziehungen, Nullkontrolle, Klassen-/Zeitfensterkontrollen, Skalenbegrenzungen, unabhängige Kopien, Import-Neuberechnung und Arbeitsbereichswiederherstellung. Ausgeführte Gesamtzahlen und echte Browserprüfungen stehen im aktuellen Prüfbericht, nicht in einer vorab erfundenen Abnahme.
Keine reale Schülerprognose, keine validierte pädagogische Intervention und keine Lehrpersonenfreigabe. Modellannahmen und wesentliche KI-Unterstützung müssen offenbleiben.